Service Intelligence für Maschinen- und Anlagenbauer
Leistung

Service Intelligence für Maschinen- und Anlagenbauer

Planbare Serviceumsätze aus der vorhandenen Installed Base, ohne IoT und ohne neue Sensorik

Einordnung

Maintanio entwickelt und betreibt eine Service-Intelligence-Plattform für Hersteller individualisierter Maschinen und Anlagen in Deutschland und der DACH-Region. Die Plattform verbindet Installed Base, Servicehistorie, Stücklisten und Ersatzteilverkäufe aus dem ERP und erkennt daraus, wann welche Anlage Service oder Ersatzteile braucht. Aus einem reaktiven After Sales wird damit ein planbarer: Serviceumsätze lassen sich vorhersagen, Lagerbestände gezielt steuern.

Was ist Service Intelligence?

Service Intelligence verbindet Installed Base, Servicehistorie, Ersatzteilinformationen und weitere Unternehmensdaten, um Servicebedarf frühzeitig zu erkennen und After-Sales-Prozesse systematisch zu steuern. Sie setzt oberhalb des ERP an: Das ERP kennt Bestellungen, Service Intelligence kennt den Lebenszyklus jeder einzelnen Anlage.

Lifecycle-Intelligenz oberhalb des ERP, ohne Sensorik und ohne IoT.

Warum der Service im Maschinenbau oft nicht planbar ist

Hersteller individualisierter Anlagen haben ein Servicegeschäft, aber selten ein planbares. Drei Ursachen kommen fast immer zusammen:

  • Intransparente Installed BaseDas ERP bildet Transaktionen ab, keine Lebenszyklen. Welche Anlage wo steht, wie sie konfiguriert ist und wann sie zuletzt gewartet wurde, ist über Systeme und Köpfe verteilt.
  • Medienbrüche in der SachbearbeitungErsatzteile werden per freier E-Mail oder Telefon angefragt, Stücklisten liegen in Excel, Seriennummern werden von Hand zugeordnet. Das kostet Zeit und führt zu falsch gelieferten Teilen.
  • Reaktiver ErsatzteilbedarfBedarf entsteht, wenn etwas ausfällt. Serviceintervalle werden verpasst, Lager sind gleichzeitig zu voll und lückenhaft, und der Serviceumsatz lässt sich nicht prognostizieren.

Wie Maintanio das löst

Die Service-Intelligence-Plattform ist ein digitaler Hub für den gesamten Service-Lebenszyklus. Sie ergänzt das ERP und ersetzt es nicht. Vier Module tragen sie:

  • AnlagenverwaltungJede ausgelieferte Anlage bekommt einen digitalen Zwilling mit Seriennummer, Konfiguration, Stückliste, Explosionszeichnungen, Servicehistorie, Laufzeiten und Wartungsintervallen.
  • ErsatzteilmanagementErsatzteile werden direkt aus der realen Stückliste der jeweiligen Anlage bestellt. Anfrage, Angebot, Auftrag und Bestätigung laufen digital durch und gehen per Schnittstelle ins ERP.
  • Service-ManagementFällige Wartungen werden automatisch erkannt und gemeldet, Einsätze dokumentiert und an der Anlage nachgehalten.
  • AnalyticsService-Fälligkeiten, Ersatzteilverbräuche, Partneraktivität und regionale Entwicklung stehen in einer Übersicht, zusammen mit der Prognose der kommenden Monate.

Wie die Prognose funktioniert

Kern der Plattform ist die Next-Point-of-Sale-Logik: Sie bestimmt für jede Anlage den wahrscheinlich nächsten Zeitpunkt, an dem Service oder Ersatzteile fällig werden. Dafür nutzt sie ausschließlich Daten, die im Unternehmen bereits vorliegen.

  • Historische AnalyseVerbrauchs- und Intervallmuster werden erkannt, ähnliche Anlagen miteinander verglichen.
  • ExtrapolationDaraus werden wahrscheinliche Servicezeitpunkte und der Ersatzteilbedarf je Anlage berechnet.
  • HandlungsempfehlungDer Vertrieb bekommt eine priorisierte Liste, wen er wann ansprechen sollte; die Lagerplanung sieht den kommenden Bedarf.

Die Anbindung an das ERP erfolgt über Schnittstellen. Das ERP bleibt führend für Aufträge und Rechnungen, die Plattform liest und schreibt dort, wo ein Vorgang es verlangt.

Typische Anwendungen

  • Betreiber vor einer fälligen Wartung aktiv ansprechen, statt auf den Ausfall zu warten
  • Ersatzteile maschinenindividuell aus der Stückliste bestellen lassen, auch durch Servicepartner und Betreiber selbst
  • Lagerbestand am prognostizierten Bedarf ausrichten
  • Servicepartnern die Daten der Anlage zur Verfügung stellen, die sie vor Ort betreuen
  • Serviceumsatz der kommenden Monate für die Planung beziffern

Was Service Intelligence bewirkt

  • UmsatzServiceumsatz wird planbar, Potenziale in der Installed Base werden sichtbar, die Ansprache folgt einer Priorität statt dem Zufall.
  • KostenLagerbestände richten sich nach dem erwarteten Bedarf; das senkt die Kapitalbindung und erhöht zugleich die Lieferfähigkeit.
  • SachbearbeitungWeniger Rückfragen, weniger Zuordnung von Hand, weniger falsch gelieferte Teile.
  • DatenqualitätDie Installed Base liegt an einer Stelle und wird mit jedem Vorgang aktueller.

Referenz: Mehrer Compression

Mehrer Compression GmbH stellt ölfreie Kolben- und Membrankompressoren für die Verdichtung von Prozessgasen her: seit über 135 Jahren, mit mehr als 9.000 Kompressoren im Feld und über 140 Mitarbeitenden. Jede Anlage ist auf ihren Einsatz zugeschnitten. Die Service-Intelligence-Plattform von Maintanio ist dort im Einsatz.

  • Rund 20 Prozent höherer Serviceumsatz
  • Rund 20 Prozent geringere Lagerkosten
  • Transparente Installed Base
  • Entlastete Sachbearbeitung

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ERP und Service Intelligence?

Das ERP bildet Transaktionen ab: Aufträge, Rechnungen, Lagerbewegungen. Es weiß, was verkauft wurde, aber nicht, in welchem Zustand sich eine ausgelieferte Anlage befindet und wann sie Service braucht. Service Intelligence setzt oberhalb des ERP an, liest dessen Daten über eine Schnittstelle und ergänzt die Sicht auf den Lebenszyklus jeder einzelnen Anlage. Das ERP bleibt führend für Transaktionen.

Braucht Service Intelligence IoT oder zusätzliche Sensorik?

Nein. Die Prognose stützt sich auf Daten, die bereits vorhanden sind: Installed Base, Servicehistorie, historische Ersatzteilverkäufe, Laufzeiten und typische Verschleißmuster. Das macht den Ansatz auch für Anlagen nutzbar, die keine Maschinendaten liefern.

Welche Daten werden für den Start benötigt?

Mindestens die ausgelieferten Anlagen mit Seriennummer und Konfiguration sowie die Ersatzteil- und Serviceaufträge aus dem ERP. Stücklisten, Explosionszeichnungen und Wartungsintervalle erweitern den Nutzen, sind für den Einstieg aber keine Voraussetzung. Wie gut die vorhandenen Daten tragen, klärt eine Analyse der Ausgangslage vor dem Pilot.

Für welche Unternehmen lohnt sich Service Intelligence?

Für Hersteller individualisierter Maschinen und Anlagen mit einer gewachsenen Installed Base: keine Serienproduktion, hohe Variantenvielfalt, Servicepartner im Feld und begrenzte IT-Ressourcen. Gerade dort reicht eine Standardauswertung nicht, weil jede Anlage ihre eigene Stückliste und ihre eigene Historie hat.

Wer arbeitet mit der Plattform?

Drei Rollen auf einer gemeinsamen Datenbasis: der Hersteller, seine Servicepartner und der Betreiber der Anlage. Rechte werden je Rolle vergeben, sodass jeder nur sieht, was ihn betrifft. Die Plattform ist mandantenfähig und wird als Software-as-a-Service betrieben.

Wie wird Service Intelligence eingeführt?

In drei Schritten: Zuerst werden Ausgangslage und Datenbestand der Installed Base analysiert. Danach folgt ein Pilot mit klar begrenztem Umfang, etwa eine Produktlinie oder eine Region. Erst wenn der Pilot trägt, wird schrittweise ausgerollt, gemeinsam mit den Servicepartnern.

Was kostet Service Intelligence?

Das hängt von der Zahl der Anlagen, der Datenlage und den Systemen ab, die angebunden werden. Eine belastbare Zahl entsteht nach der Analyse der Ausgangslage. Das Erstgespräch dazu ist unverbindlich.

Maintanio als Anbieter

Die Maintanio GmbH entwickelt KI- und Softwarelösungen für den Mittelstand, mit Schwerpunkt Maschinen- und Anlagenbau und Büros in Hamburg und Balingen. Die Service-Intelligence-Plattform hat Maintanio selbst konzipiert, entwickelt und betreibt sie im Produktivbetrieb. Daneben baut Maintanio Produktkonfiguratoren für komplexe Maschinen und Anlagen und KI-Agenten für Service- und Anfrage-E-Mails.

Ausführlicher zu Architektur, Modulen und Prognose: Whitepaper Service Intelligence Plattform.

Nächster Schritt

  • Ausgangslage und Datenbestand der Installed Base analysieren
  • Pilot mit klar begrenztem Umfang starten
  • Schrittweise ausrollen, gemeinsam mit den Servicepartnern

Für Hersteller individualisierter Maschinen und Anlagen, die ihren Service planbar machen wollen.

Gemeinsam entwickeln wir Ihre Lösung...

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